Archive for März, 2009
Masszahlen – Modus – zweiter Teil
Montag, März 30th, 2009 by Mischa | Statistik | Keine Kommentare
Bestimmung bei Einzelwerten
Der Modus ist der häufigste Wert. Eine einfache Eselsbrücke hilf:
“Das was in der Mode ist, was man am meisten sieht, ist der Modus”.
Beispiel: Die Preiserhebung in sieben Do-it-yourself-Läden hat für den Akku-Schrauber XP-5 folgende Preise in CHF ergeben: 89 / 99 / 84 / 89 / 95 / 99 / 89.
Derjenige Preis, der am häufigsten vorkommt ist der Modus. 89 mit drei Nennungen.
Bestimmung bei gruppierten Werten
Definition:
Der Modus ist derjenige Wert, der in einer Verteilung am häufigsten vorkommt.
Der Modus ist in der folgenden Tabelle mit der Klasse zu bestimmen, welche am meisten absolute Werte aufweist:
| Verkäufe in ganzen Franken | ||
|---|---|---|
| Klasseneinteilung | Erhebungsbereich | Anzahl |
| 20 bis unter 30 | /// | 3 |
| 30 bis unter 40 | //// | 4 |
| 40 bis unter 50 | ///// / | 6 |
| 50 bis unter 60 | ///// ///// /// | 13 |
| 60 bis unter 70 | ///// ///// ///// ///// | 20 |
| 70 bis unter 80 | ///// ///// ///// //// | 19 |
| 80 bis unter 90 | ///// ///// /// | 13 |
| 90 bis unter 100 | ///// /// | 8 |
| 100 bis unter 110 | / | 1 |
| 110 bis unter 120 | // | 2 |
| 120 bis unter 130 | / | 1 |
In der obigen Tabelle ist somit der Modus in der Klasse 60 bis unter 70. Hinweis: Dies ist nicht der exakte Modus, sondern die Einfallsklasse. Für die Bestimmung des exakten Modus muss wie folgt vorgegangen werden:
Exakte Bestimmung
1. Schritt
Aus der Häufigkeitsverteilung ist der Modus zu bestimmen. Die Klasse mit der grössten Häufigkeit ist die Einfallsklasse (siehe Tabelle oben).
2. Schritt
Der exakte Modus kann danach mit der folgenden Formel berechnet werden:
wobei:
G = unterer Grenzpunkt der Einfallsklasse
c = Klasseninterval
fe = Besetzungszahl der Einfallsklasse
fa = Besetzungszahl der der Einfallsklasse vorangehenden Klasse
fb = Besetzungszahl der der Einfallsklasse nachfolgenden Klasse
Für das Beispiel ergibt sich folgender Wert:
Der exakte Modus leigt bei 68.75 Fr.
Bezugsrecht und Kapitalerhöhung
Sonntag, März 29th, 2009 by Mischa | Betriebswirtschaft | 3 Kommentare
Definition von Bezugsrecht:
Beim Bezugsrecht handelt es sich um das Recht zum Bezug zusätzlicher Aktien im Verhältnis zur bisherigen Beteiligung.
Das Bezugsrecht verkörpert einen bestimmten Wert. Dieser entspricht dem Preis, den ein Käufer früherer Aktien dem Eigentümer bezahlen muss, wenn dieser die neuen Aktien nicht selbst bezieht, sondern das Bezugsrecht verkaufen will.
Berechnung
Sind die nötigen Informationen gegeben, kann der Wert des Bezugsrechts berechnet werden.
BR = Wert des Bezugsrechts einer alten Aktie
Ka = Kurs der alten Aktie vor Kapitalerhöhung
Ke = Emissionskurs der neuen Aktien
a = Anzahl alte Aktien
n = Anzahl neue Aktien
Formel für den rechnerischen Wert des Bezugsrechts:

oder alternativ
![]()
Fallbeispiel Kapitalerhöhung
Im Herbst 2002 erhöhte die Mulibu AG ihr Aktienkapital von 225 Mio. Fr. auf 250 Mio. Fr. Folgende Eckwerte waren dabei von Bedeutung:
- Anzahl alte Aktien: 450 000 Stück à nom. 500 Fr.
- Tageskurs: 1355 Fr.
- Anzahl neue Aktien: 50 000 Stück à nom. 500 Fr.
- Bezugspreis: 1000 Fr.
- Bezugsverhältnis: 9 : 1
Berechnung der Höhe des Bezugsrechts:
![]()
Nun ergeben sich verschiedene Berechnungen der Aktionäre für folgende Fälle:
Ein bisheriger Aktionär mit 9 Aktien, der keine neuen Aktien erwerben möchte:
Alter Wert: 9 Aktien zu 1355.00 Fr. = 12195.00 Fr.
Neuer Wert: 9 Aktien zu 1319.50 Fr. = 11875.50 Fr.
Wert der Bezugsrechte: 9 Bezugsrechte zu 35.50 Fr. = 319.50 Fr.
Er hat somit ein Aktienwert von 11875.50 Fr. und ein Wert der Bezugsrechte von 319.50 Fr.
Ein bisheriger Aktionär mit 9 Aktien, der das Bezugsrecht ausüben will:
Alter Wert: 9 Aktien zu 1355.00 Fr. = 12195.00 Fr.
Neuer Wert: 9 Aktien zu 1319.50 Fr. = 11875.50 Fr.
Wert der Bezugsrechte: 9 Bezugsrechte zu 35.50 Fr. = 319.50 Fr.
Kauf von einer neuen Aktie: 1000.00 Fr.
Er hat nun einen Aktienwert von von 13195.00 Fr. (10 Aktien zu 1319.50 Fr.)
Ein neuer Aktionär kauft die Aktien zum Bezugspreis von 1000.00 Fr., muss jedoch die Bezugsrechte (90 Stk. für 10 Aktien) erwerben.
Neuer Wert: 10 Aktien zu 1000.00 Fr. = 10000.00 Fr.
Wert der Bezugsrechte: 90 Bezugsrechte zu 35.50 Fr. = 3195.00 Fr.
Er hat somit einen Aktienwert von 13195.00 Fr. (10 Aktien zu 1319.50 Fr.)
Masszahlen – arithmetisches Mittel – erster Teil
Sonntag, März 8th, 2009 by Mischa | Statistik | Keine Kommentare
Charakter der Masszahlen
Um sehr umfangreiche Aussagen über Tabellen und Grafiken zu vereinfachen, werden Masszahlen verwendet um gewisse charakterische Grössen (Masszahlen) zu beschreiben. Die fünf wichtigsten Masszahlen sind:
- das arithmetische Mittel (
) - der häufigste Wert (Modus, Mo,
) - der Zentralwert (Median, Mz, Z,
) - das geometrische Mittel (G,
) - das harmonische Mittel (
)
In diesem Beitrag wird das arithmetische Mittel.
Arithmetisches Mittel
Ungewogenes arithmetisches Mittel
Zu einer der wichtigsten Masszahlen gehört das arithmetische Mittel. Volkstümlich spricht man vom Durchschnitt. Jeder von uns kennt den empirischen Mittelwert (statistische Bezeichnung) aus dem Schulsystem:
Summe der Noten geteilt durch die Anzahl Noten.
Liegen alle Wert aus der Untersuchung vor und sind keine Klassen gebildet worden, so spricht man vom “arithmetischen Mittel” für den ungruppierten Fall”.
Definition:
Das arithmetische Mittel
einer Grundgesamtheit ist deren Summe, geteilt durch die Anzahl der Werte, die die Grundgesamtheit bilden.
Formel für den ungewogenen Mittelwert
:
Gewogenes arithmetisches Mittel
Beim gewogenen arithmetischen Mittel werden die Werte mit der Häufigkeit – auch Gewicht genannt – multipliziert.
Formel für das gewogene arithmetische Mittel
:
Aufgaben der Organisation
Freitag, März 6th, 2009 by Mischa | Organisation | Keine Kommentare
Begriff
Der Begriff Organisation kann sowohl als eine Institution als auch ein Instrument gedeutet werden:
- Institution: Ein zielorientierter, zweckbestimmender Zusammenschluss von Menschen und Mitteln. Beispiele: Armeen, Schulen, Unternehmungen, Stiftungen, etc.
- Instrument: Ein Werkzeug zum Ordnen und Strukturieren von Institutionen. Beispiel: Die Organisation einer Unternehmung.
Marketing und Organisation
Eine marketinggerechte Organisation soll gewährleisten:
- “dass die Leistungen und das Verhalten der Unternehmung jederzeit auf die Bedürfnisse der Abnehmer und die Markttendenzen ausgerichtet sind.”
- “dass potentielle Märkte und Abnehmer mit adäquaten und wirkungsvollen Marketingmethoden bearbeitet werden.”
Aufbau- und Ablauforganisation
Die Organisation kann in zwei gleichberechtigte Teile unterteilt werden, welche sich gegenseitig ergänzen und voneinander abhängig sind:
Aufbau-Organisation
- statisch
- Strukturen, Gebilde
Aufgaben:
- Hierarchische Ordnung schaffen
- Optimalte Struktur wählen, realisieren und pflegen
- Stellen bilden und diesen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen zuweisen
Hilfsmittel:
- Organigramm
- Stellenbeschreibung
- Stellenziele / Funktionsziele
Ablauf-Organisation
- dynamisch
- Abläufe, Prozesse
Aufgaben:
- Abläufe optimieren
- Routineaufgaben programmieren
- Regeln für die Bewältigung von neuen, nicht programmierbaren Aufgaben, erarbeiten und zur Anwendung bringen
Hilfsmittel:
- Ablaufdiagramm
- Flussdiagramm
- Richtlinien
Diese beiden Teile finden sich im Organisationswürfel im Bereich Beziehungen wieder:
- Aufbaubeziehungen = Aufbauorganisation
- Prozessbeziehungen = Ablauforganisation
Sowohl das Funktionendiagramm als auch das Projektmanagement interagiert mit beiden Teilen.
Innenfinanzierung
Freitag, März 6th, 2009 by Mischa | Betriebswirtschaft | Keine Kommentare
Innerhalb der Innenfinanzierung werden zwei Hauptbereiche unterschiedene:
- Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten
- Selbstfinanzierung
Bei der Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten (auch Abschreibungsrückflüssen genannt) handelt es sich um die Abschreibung auf den Potentialfaktoren (z.B. Maschinen), welche in die mit dem Potentialfaktor hergestellten Produkten verrechnet wird.
Wenn das Produkt nun verkauft wird, entsteht ein Zustrom an liquiden Mitteln, welche für spätere Ersatzinvestitionen eingesetzt werden können.
Bei der Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten findet somit eine Vermögensumschichtung statt, indem der Nutzleistungsabgang der Potentialfaktoren in liquide Mittel umgewandelt wird.
Dieses Verhalten wird als Lohmann-Ruchti-Effekt bezeichnet.
Anhand des folgenden Beispiels kann dieser Effekt verdeutlicht werden:

Beispiel Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten.
Download: Beispieltabelle “Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten als PDF downloaden.
Bei der Selbstfinanzierung handelt es sich um die Beschaffung von Kapital durch entweder zurückbehaltene oder selbsterarbeitete Gewinne.
Folgende Formen der Selbstfinanzierung können unterschieden werden:
- offene Selbstfinanzierung: Nicht ausgeschüttete Gewinne werden Reservekonten zugewiesen
- verdeckte Selbstfinanzierung: Bildung von stillen Reserven durch Unterbewertung von Aktiven und Überbewertung von Passiven
Die Motive der Selbstfinanzierung können sein:
- Wachstum
- Stabile Beteiligungsverhältnisse (Eigenkapital muss nicht erhöht werden)
- Schonung der Liquidität
- Steuern sparen
- Schutz vor Inflation
Die Stellenbeschreibung
Montag, März 2nd, 2009 by Mischa | Organisation | Keine Kommentare
Allgemeines und Definition
Die Stellenbeschreibung dient der genauen Formulierung der Aufgaben des Stelleninhabers.
Definition der Stellenbeschreibung:
Unter der Stellenbeschreibung ist die schriftlich festgelegte Darstellung der Zielsetzung einer Stelle, ihrer Aufgaben und Kompetenzen und Verantwortungen, ihrer Beziehungen zu anderen Arbeitsplätzen sowie der Anforderungen an den Stelleninhaber zu verstehen.
Folgende Dienste erfüllt die Stellenbeschreibung nebenbei:
- Grundlage für analytische Arbeitsplatzbewertung
- Grundlage für die Entwicklung von Bewertungskriterien zur Qualifikation des Mitarbeiters
- Hilfestellung für die Personalbedarfsplanung, Personalsuche und der Personalselektion
Eine Stellenbeschreibung muss immer unabhängig von einer bestimmten Person erstellt werden, damit sie auch nach einem Wechsel des Stelleninhabers gültig bleibt.
Grundsätzliches
- Die Stellenbeschreibung konzentriert sich auf die einzelne Stelle, bzw. dessen Inhaber
- Der Stellenbeschrieb ist ein wichtiges Element aus dem Harzburger Modell
Voraussetzungen
Verteilung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung
Vorteile
- Vermeidung von Konflikten infolge Doppelspurigkeiten
- Vernachlässigung wichtiger Aufgaben (klare Zuordnung)
- Erleichterung der Suche und Einarbeitung neuer Mitarbeiter
- Bessere Abstimmung und Koordination
- Klare Delegations- und Stellvertretungsregelung
- Einfachere Personalverwaltung (Personalwerbung, Selektion, Qualifikation)
- Gezielte Einführung neuer Mitarbeiter
Nachteile
- Administrativer Aufwand beim Erstellen und Aktualisieren
- Hoher Zeitaufwand bei der Einführung (=Kosten)
- Gefahr der Überorganisation
- Gefahr von nicht aktualisierten Stellebeschreibungen
Zielbildung: Grundprinzipien
Sonntag, März 1st, 2009 by Mischa | Betriebswirtschaft | Keine Kommentare
Bei der Bildung von Unternehmenszielen sind vier Grundprinzipien zu beachten:
- Eigentumsprinzip: Vermehrung des Eigentums
- Wettbewerbsprinzip: Langfristiges Überleben am Markt
- Legitimationsprinzip: Befriedigung gesamtgesellschaftlicher Bedürnisse und Akzeptanz der Gesellschaft
- Gleichgewichtsprinzip: Rücksichtnahme auf die Überlebensfähigkeit des Ökosystems
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